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NEUE AUSSTELLUNG

WIN/WIN

Die Ankäufe der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 2017

10. Juni bis 2. Juli 2017
Eröffnung: Freitag, 9. Juni 2017, 19 Uhr

Die Kulturstiftung unterstützt jedes Jahr mit ihren Ankäufen ungewöhnliche, künstlerische Ansätze und hoffnungsvolle Talente. »Junge Künstler widmen sich mit großer Leidenschaft aktuellen Fragen und finden darauf überraschende sowie ungewöhnliche Antworten. Wir alle profitieren davon. Dieses Engagement verdient unsere Wertschätzung und eine angemessene Förderung«, sagt Stiftungsdirektor Ralph Lindner.

Auch 2017 werden wie in jedem Jahr seit 2011 nach jeder Juryentscheidung alle neu angekauften Kunstwerke in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Weitere Informationen zu den Förderankäufen unter www.kdfs.de

AKTUELLE AUSSTELLUNG

ÜBERSEE

Kuba und die Bahamas. Gegenwartskunst aus der Karibik

29. April bis 6. August 2017

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr
Eintritt: 4 € / ermäßigt 2 € (mittwochs freier Eintritt)

Künstler: Juan Carlos Alom, John Beadle, Alejandro Campins, Iván Capote, Yoan Capote, Ariamna Contino & Alex Hernández, Blue Curry, Susana Pilar Delahante, Felipe Dulzaides, Ricardo G. Elías, Adrián Fernández, Adonis Flores, Kendra Frorup, Tamika Galanis, Orestes Hernández, Arnold Kemp, Dominique Knowles, Los Carpinteros, Anina Major, Jace McKinney, Jeffrey Meris, Kareem Mortimer, Angelique V. Nixon, Marianela Orozco, Holly Parotti, Lynn Parotti, Marta María Pérez Bravo, Manuel Piña, Khia Poitier, Carlos Quintana, Antonius Roberts, Heino Schmid, Steven Schmid, Dave Smith, Giovanna Swaby, Tessa Whitehead, Natalie Willis

Die Bahamas und Kuba teilen eine gemeinsame Geschichte von Kolonialismus und Sklaverei und sind dennoch verschieden in Traditionen, Staatsformen, Ethnien, Sprachen sowie Religionspraktiken. Die Ausstellung erzählt von komplexen Identitäten indigener, europäischer, afrikanischer und asiatischer Wurzeln, von kolonialen Gespenstern und dem Leben auf diesen Inselgruppen. Sie bietet bis zum 6. August 2017 mit Fotografien, Gemälden, Installationen und Videos von 38 Künstlerinnen und Künstlern in seinem Umfang einen einzigartigen Einblick in die aktuellen Kunstszenen dieser beiden Inselstaaten.

Gleichzeitig verweisen manche Arbeiten auch auf spannende Art und Weise auf Verbindungen zwischen Deutschland und der Karibik. So zeigt die Betonskulptur »Mirage (Island)« von Ariamna Contino & Alex Hernández die Umrisse der kubanischen Insel Ernst Thälmann, die von Fidel Castro in Erinnerung an die sozialistische Märtyrerfigur, den von den Nationalsozialisten ermordeten KPD-Vorsitzenden, als Geschenk an die DDR umbenannt wurde. Die jüngere deutsche Geschichte von Teilung und Wiedervereinigung greift auch die Arbeit »Only By Zero Will We Divide« des bahamaischen Künstlers Jeffrey Meris auf, der während seines Aufenthaltes in der HALLE 14 eine Bodenskulptur aus selbstgebrannten Ziegelsteinen schuf, die aus Bananen, Hafenflocken und Sägespänen geformt sind. Diese verweisen auf die Teilung Deutschlands und die Sehnsucht der DDR-Bürger nach für den Künstler alltäglichen Südfrüchten. 

Die Schau ist von der Kuratorin der National Art Gallery of The Bahamas Holly Bynoe und dem in Havanna und Vancouver lebenden, freien Kurator und Kunstkritiker Antonio Eligio (Tonel) kuratiert.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf unserer Webseite.

Gefördert und unterstützt durch:

VERANSTALTUNGEN ZUM TAG DER ARCHITEKTUR

LUXUS DER LEERE

Führung durch das Kunstzentrum HALLE 14 mit Kim Wortelkamp (quartiervier)

24. Juni 2017, 14 Uhr

In Kooperation mit:

Zwischen 2007 und 2012 wurde die denkmalgeschützte ehemalige Spinnereihalle Nummer 14 durch das Leipziger Architekturbüro quartiervier mit dezenten baukünstlerischen Maßnahmen zu einem Schauplatz, Denkraum und Kommunikationsort für zeitgenössische Kunst umgestaltet, sodass nichts von der Sprödigkeit des Industriecharakters verloren ging. Diese architektonische Strategie wurde 2012 mit dem Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege und 2015 mit der Anerkennung zum Sächsischen Staatspreis für Baukultur ausgezeichnet.

Unser Architekt Kim Wortelkamp nimmt Sie auf einen Rundgang durch die beeindruckenden Gründerzeithallen und erläutert seine Strategie der Rezeption von Geschichte in die architektonischen Entscheidungen, die einem zeitgemäßen Gebrauch durch Kunst und Künstler gleichzeitig gerecht werden sollen.


UNFINISHED SPACES

Filmvorführung der Dokumentation (2011, 86 min, Spanisch und Englisch) von Alysa Nahmias und Benjamin Murray (US) über die Architekturgeschichte von Kubas Kunsthochschule Instituto Superior de Arte

24. Juni 2017, 16 Uhr

Kubas ambitioniertes Projekt der Instituto Superior de Arte (ISA) wurde von den drei Architekten Roberto Gottardi, Ricardo Porro und Vittorio Garratti kurz nach Fidel Castros Revolution entworfen. Vernachlässigt und fast vergessen gilt die Kunstakademie als architektonisch visionäres Meisterwerk. Die Dokumentation »Unfinished Spaces« der Regisseure Alysa Nahmias und Benjamin Murray zeigt neben Interviews mit den Architekten und vieler anderer Beteiligter auch private Filmaufnahmen von Fidel Castro. Der Film veranschaulicht das Ringen und die Leidenschaft aller Beteiligten, ein international mithaltendes Schaufenster für die Künste in Havanna zu schaffen.

1961 beauftragten er und Che Guevara die drei jungen, visionären Architekten, Kubas Instituto Superior de Arte auf dem Grund des ehemals exklusivsten Golfclubs Havannas zu errichten. Ihr radikaler Entwurf »kann als einer der wenigen Versuche in der kubanischen Geschichte betrachtet werden, eine Architektur zu schaffen, die nicht auf koloniale und fremde ideologische Einflüsse reagiert« (Felipe Dulzaides und Antonio Eligio »Tonel«).

Die Umsetzung der fünf Gebäudeensembles für die Bereiche Moderner Tanz, Ballet, Musik, Theater und Bildende Kunst begann umgehend, sodass schon während des Bauprozesses die ersten Fachklassen in die Schule einzogen. Doch aus dem Traum der kubanischen Revolution wurde schnell Realität, die Bauarbeiten wurden plötzlich gestoppt und die Architekten und ihre Entwürfe im herrschenden, politischen Klima für bedeutungslos erklärt. Die Akademie blieb zwar in Benutzung, doch der Bau konnte nicht abgeschlossen werden. 40 Jahre später versuchte Castro seine Kehrtwende zu revidieren und lud die Architekten erneut ein, ihre Arbeit am Instituto Superior de Arte zu vollenden.

Teil der aktuellen Ausstellung »Übersee« ist die Installation »Possible Utopia« (2017) des Künstlers und ISA-Absolventen Felipe Dulzaides. Seine Arbeit versammelt mehr als zehn der Neuentwürfe und Weiterentwicklungen von Roberto Gottardi zur Vollendung der Theaterschule des ISA, die der italienische Architekt seit der Wiedereinladung Fidel Castros im Jahr 1999 in unermüdlicher Konzentration entwarf. Neben den unrealisierten Entwürfen zeigt die Installation eine ausführliche, filmische Dokumentation der Gespräche zwischen dem Künstler und dem Architekten. Dulzaides wird auch in der Dokumentation »Unfinished Spaces« interviewt.

Weitere Informationen unter www.unfinishedspaces.com

KUNSTVERMITTLUNG

OPEN AFTERNOON

Offenes Kunstvermittlungsangebot für Kinder und Jugendliche

Freitag, 16. Juni 2017, 14 bis 17 Uhr mit Daniel Wacker

Gemeinsam mit Daniel Wacker werden die Teilnehmer des »Open Afternoon« im Juni ein Musikvideo zum aktuellen Ausstellungsthema »ÜBERSEE: Kuba und die Bahamas« produzieren. Mithilfe der Stop-Motion-Trickfilmtechnik werden Formen, Farben und Gegenstände rhythmisch in Bewegung gebracht. Für die Filmproduktion werden kein Studio oder aufwendige Beleuchtung gebraucht – mit Tablets und allerhand Material, das sich auch zu Hause finden lässt, sind die Teilnehmer bestens ausgerüstet.

Daniel Wacker lebt und arbeitet als freischaffender Kommunikationsdesigner in Leipzig. Mit einer Leidenschaft für illustrative Bildwelten und experimentelle Typografie arbeitet er medienübergreifend mit digitalen sowie analogen Mitteln.

Das monatliche Angebot »Open Afternoon« richtet sich gleichermaßen an Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrations- bzw. Fluchterfahrung, um gemeinsam verschiedene kreative Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen. Die Jugendlichen treten in einen schöpferisch-gestalterischen Prozess und bringen mit den Mitteln der Kunst ihre Geschichten zum Ausdruck.

Im kommenden Monat findet der »Open Afternoon« am 21. Juli, von 14 bis 17 Uhr, mit Daniel Kockro zum Thema »Geschichten erzählen mit Fotos« statt.

Weitere Informationen und Termine auf unserer Webseite unter Kunstvermittlung.

Unterstützt durch:

und Sammlung Funcke und Miramaris Collection– Lucerne / Havana

VEREIN

CALL FOR MEMBERS

Werden Sie Fördermitglied der HALLE 14 im Rahmen des Wettbewerbs der Bundeskulturstiftung

 

 

»Kunst- und Kulturvereine tragen wesentlich das kulturelle Leben in den neuen Bundesländern. Sie erproben zeitgemäße Formate, eröffnen neue Sichtweisen und schaffen Orte für eine kunstinteressierte Gemeinschaft«, würdigt die Kulturstiftung des Bundes das Engagement von Kunst- und Kulturvereinen in den neuen Ländern. Deshalb ruft sie im Rahmen ihres Wettbewerb Call for Members auf, diese Vereine durch eine Mitgliedschaft zu stärken. Für jede neue Fördermitgliedschaft bis zum 15. Juni 2017 legt die Kulturstiftung des Bundes auf den Mitgliedsbeitrag noch 50 Euro oben drauf.

Auch wir nehmen an diesem Wettbewerb teil und möchten Sie hiermit einladen, dem Verein HALLE 14 jetzt beizutreten oder falls Sie es bereits sind, gezielt Freunde oder Kollegen für eine Mitgliedschaft zu gewinnen. Eine Mitgliedschaft in der HALLE 14 kostet regulär 41 Euro (ermäßigt 24 Euro).

Jedes Fördermitglied der HALLE 14 erhält exklusiv u.a. folgende Vorteile:

  • kostenloser Eintritt zu den Ausstellungen und Veranstaltungen der HALLE 14

  • Einladungen zu exklusiven Mitgliederveranstaltungen (Neujahrsempfang, Dachempfang usw.)

  • regelmäßige Einladungen zu Ausstellungen und Veranstaltungen sowie Hintergrundinformationen über die Aktivitäten unseres Kunstzentrums per Post

  • ermäßigte Teilnahme am wöchentlichen Zeichenzirkel

  • ermäßigte Teilnahme an Exkursionen und Kunstreisen

  • kostenloser Eintritt in alle Kunstvereine, die der ADKV– Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine angehören (ca. 300 in ganz Deutschland)

Sollten Sie noch bis zum 9. Juni Mitglied werden, lädt Sie unser Direktor Michael Arzt am Eröffnungsabend von »WIN/WIN 2017« zu einem Freigetränk und einer privaten Kurzführung durch die aktuellen Ausstellungen ein. Exklusiver und herzlicher wurden Sie noch nie begrüßt!

Die Anmeldemodalitäten und ausführliche Informationen zu einer Mitgliedschaft im Förderverein HALLE 14 erhalten Sie auf unserer Webseite unter Verein.

Gefördert durch:

ERÖFFNUNG ZUM RUNDGANG DER SPINNEREIGALERIEN

ÜBERSEE

Kuba und die Bahamas. Gegenwartskunst aus der Karibik

Samstag, 29. April 2017, 15 Uhr

Öffnungszeiten zum Rundgang:
Samstag, 29. April 2017, 11 bis 18 Uhr
Sonntag, 30. April 2017, 11 bis 18 Uhr

In Kooperation mit:

Juan Carlos Alom, John Beadle, Alejandro Campins, Iván Capote, Yoan Capote, Ariamna Contino & Alex Hernández, Blue Curry, Susana Pilar Delahante, Felipe Dulzaides, Ricardo G. Elías, Adrián Fernández, Adonis Flores, Kendra Frorup, Tamika Galanis, Orestes Hernández, Arnold Kemp, Dominique Knowles, Los Carpinteros, Anina Major, Jace McKinney, Jeffrey Meris, Kareem Mortimer, Angelique V. Nixon, Marianela Orozco, Holly Parotti, Lynn Parotti, Marta María Pérez Bravo, Manuel Piña, Khia Poitier, Carlos Quintana, Antonius Roberts, Heino Schmid, Steven Schmid, Dave Smith, Giovanna Swaby, Tessa Whitehead, Natalie Willis

Im Rahmen des Frühjahrsrundgangs der SpinnereiGalerien eröffnen wir am 29. April, um 15 Uhr, unsere neue Ausstellung »Übersee: Kuba und die Bahamas. Gegenwartskunst aus der Karibik«. Die Schau bietet bis zum 6. August 2017 mit Fotografien, Gemälden, Installationen und Videos von 37 Künstlerinnen und Künstlern in seinem Umfang einen einzigartigen Einblick in die aktuellen Kunstszenen dieser beiden Inselstaaten. Die Bahamas und Kuba teilen eine gemeinsame Geschichte von Kolonialismus und Sklaverei und sind dennoch verschieden in Tradition, Staatsform, Ethnien, Sprachen sowie Religionen. Die Ausstellung erzählt von komplexen Identitäten afrikanischer, indigener und europäischer Wurzeln, von kolonialen Gespenstern und dem Leben auf der Insel. Sie wird von der Kuratorin der National Art Gallery of the Bahamas Holly Bynoe und dem in Havanna und Vancouver lebenden freien Kurator und Kunstkritiker Antonio Eligio (Tonel) co-kuratiert.

In Kooperation mit:

Gefördert durch:

Unterstützt durch

VERANSTALTUNG IM RAHMEN DER BUCHMESSE: »LEIPZIG LIEST...« IN DER HALLE 14

 

SPACE COLONIES

A galactic freeman's journal

Buchpräsentation von Fabian Reimann (Künstler)

Samstag, 25. März 2017, 15 Uhr

 

 

 

BERGENROTH

 

An den Küsten Utopias. Eine Graphic Novel

Vortrag und Gespräch mit Ursula Naumann (Kulturhistorikerin) und Henrik Schrat (Künstler)

Samstag, 25. März 2017, 16 Uhr

 

 

BLAUE STUNDE

Lesung mit Alice Miller (Lyrikerin, Neuseeland) und Charlotte Puder (Schauspielerin und Initiatorin des Projektraums Frau Hopfe, Leipzig)

Samstag, 25. März 2017, 17 Uhr

 

Zu Pribers Zeiten, dem Helden unserer aktuellen Ausstellung »Die verschollene Utopie«, richteten sich die– meist religiös motivierten– Wunschträume auf ein besseres Leben der Europäer auf die neu entdeckten Kontinente. In erster Linie obsiegten aber immer die rücksichtslosen, ökonomischen Interessen der Kolonialmächte. Da der Erdball mittlerweile an die Grenzen des Wachstums gerät, richten sich seit dem 20. Jahrhundert diese Fantasien ins Weltall. Der US-amerikanische Physiker Gerard K. O'Neill hatte Anfang der 1970er Jahre erste Ideen entwickelt, um den Weltraum zu besiedeln. Kurz darauf griff Stewart Brand, Herausgeber des »Whole Earth Catalog«, diese Überlegungen auf und veröffentlichte »Space Colonies«. Darin, und in mehreren der folgenden Ausgaben des Katalog-Nachfolgemagazins »CoEvolution Quarterly«, wurde diskutiert, ob der Weltraum nicht schon im Jahr 2000 kolonialisiert sein könnte. »Space Colonies. A galactic freeman’s journal« von Fabian Reimann bezieht sich auf diese Veröffentlichungen. In seinem Bildessay montiert er historisches, gegenwärtiges und spekulatives Material, das er mit fiktiven und faktischen Erzählungen zu einem Konglomerat verschiedener Weltentwürfe verbindet.


Ohne die Kulturhistorikerin Ursula Naumann wäre eine Auseinandersetzung mit dem Frühaufklärer Christian Gottlieb Priber wie unsere aktuelle Ausstellung nicht denkbar. Ihr Buch »Pribers Paradies. Ein deutscher Utopist in der amerikanischen Wildnis« (2001) ist bis heute die detailreichste Forschungsarbeit zu Priber. Gemeinsam mit dem Künstler Henrik Schrat arbeitet die Naumann derzeit an einer Graphic Novel zum romanhaften Leben des preußischen Juristen, Revolutionärs und Historikers Gustav Adolph Bergenroth (1813-1869)– einem Geistesverwandten Pribers. In den Jahren um 1840 gehört er zur radikaldemokratischen Bewegung und knüpft Kontakte zu Marx und Engels. Als im März 1848 die Revolution auch in Berlin ausbricht, ist er engagiert dabei. Nach ihrem Scheitern will er mit Freunden eine agrarische Gemeinschaft für verfolgte Demokraten in Kalifornien gründen. Seine Reise kostet ihn fast das Leben und mündet in einem Fiasko. Mit fast vierzig Jahren muss Bergenroth noch einmal ganz neu anfangen. Er beschließt, vom Geschichte machen aufs Geschichte schreiben umzusteigen. Damit beginnt das größte Abenteuer seines Lebens. Ursula Naumann und Henrik Schrat stellen ihr Graphic-Novel-Projekt um Gustav Adolph Bergenroth vor.


Alice Miller schreibt Gedichte, Theaterstücke, Essays und Prosa. Ihre Texte wurden in zahlreichen Zeitschriften veröffentlicht. Von 2015 bis 2016 war sie Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. Der Gedichtband »Blaue Stunde« entstand im Rahmen ihres Aufenthalts dort und bietet erstmals in deutscher Sprache eine Auswahl ihrer Gedichte sowie einen Briefwechsel zwischen ihr und dem pakistanischen Autor Bilal Tanweer. So schreibt er unter anderem an sie: »Was an vielen dieser Gedichte so neuartig und schön anmutet und schließlich fesselt, ist, dass sie die Geschichte der Welt von einer völlig neuen Warte aus erzählen. […] Und überhaupt besitzen deine Bilder eine kristalline Härte, die das Licht, das du auf sie wirfst, intensiviert und neu reflektiert.« In einer gemeinsamen Lesung stellen Alice Miller und Charlotte Puder das Buch vor.

In Kooperation mit

BIBLIOTHEK

NEUE MAGAZINE

 

 

In unserer Bibliothek finden sie nicht nur kostbare und seltene Kataloge zur zeitgenössischen Kunst. Wir bieten Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Buchladen Mzin ebenfalls eine Auswahl aktueller Kunstmagazine.

Die aktuelle Auswahl greift mit der 243. Ausgabe des Kunstforums international »post-digital 2« und »Net Art and After« des Spike-Magazins #49 die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Internet auf. Gleichzeitig kündigt das zuletzt erschienen South-Magazin, eine Textband zur documenta 14, die im April in Athen und im Juni in Kassel eröffnende Großausstellung an. Die Sonderausgabe »Family Planning« des Harvard Design Magazins beschäftigt sich passend zu unserer aktuellen Ausstellung im Artikel »Queer Communes: Living in Flux« mit alternativen Lebensentwürfen. Außerdem finden Sie bei uns die Nummer 8 des Bauhaus-Magazins zu »Bewegung«, das New Yorker Kulturmagazin even und die Ausgabe der springerin über den »Post-Curatorial Turn«.

Unsere Kunstbibliothek kann von Dienstag bis Samstag von 11 bis 18 Uhr besucht werden.


Unterstützt durch

In den Winterferien 2017 lädt das Ferienangebot »Das ist doch nicht fair!« Kinder im Grundschulalter ein, sich künstlerisch, spielerisch und selbsttätig mit Fragen von Fairness auseinanderzusetzen. In einem viertägigen Projekt können die Kinder mit Unterstützung der Theaterpädagogin Julia Sparmann und dem Bildhauer Erik Gebbert Situationen, die sie als unfair empfinden, als Ausgangspunkt für eine künstlerische Auseinandersetzung nehmen.

Angeregt durch eine fragende Haltung wird in einem ersten Schritt im Sinne der Methode des Ästhetischen Forschens eine Eingrenzung des Themas vorgenommen. Die Kinder legen fest, mit welchen Aspekten von Gerechtigkeit sie sich genauer beschäftigen wollen. Das kann von Erfahrungen ungerechter Behandlungen, wie z.B. Mobbing, bis hin zu ungerechter Verteilung von Ressourcen reichen. Anschließend erproben sie spielerisch, wie der eigene Körper zu einer Skulptur werden kann, der dieses Gefühl widerspiegelt. Diese zunächst körperlichen Skulpturen werden anschließend in Materialplastiken transformiert. Dabei soll ein vielfältiges Materialangebot aus Pappe, Karton, Farben, Draht und verschiedenen Folien die Fantasie anregen. Bei der handwerklichen Umsetzung werden die Kinder von dem Projekt-Team unterstützt. Neben der skulpturalen Auseinandersetzung werden ebenfalls fotografische Inszenierungen eine Rolle spielen. Abschließend werden die Ergebnisse des Projekts in der Projektgruppe vorgestellt.

DAS IST DOCH NICHT FAIR!

Winterferienangebot


13. bis 16. Februar 2017, jeweils von 10 bis 15 Uhr

Gebühr: 15€, mit Ferienpass 10€

Alter: 8 bis 10 Jahre

Anmeldung unter kunstvermittlungØhalle14.org, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. 

Die polnische Künstlerin Beata Rojek war im vergangenen Jahr für zwei Monate als Stipendiatin des Künstlerresidenzprogramms A-i-R WRO der damaligen europäischen Kulturhauptstadt Wroclaw in der HALLE 14 zu Gast. In dieser Zeit entwickelte Sie, gemeinsam mit einem stetig wachsenden Kollektiv aus Künstlern und Musikern, die momentan in der HALLE 14 gezeigte Schau »Meerschmerz - moze wspóÂdzielne«. 

Zum Abschluss der Ausstellung lädt sie zu einer Karaokeperformance mit Delfinen sowie Wodka und wird gemeinsam mit dem Publikum eine Auswahl an Liedern live performen.

KUNSTVERMITTLUNG

KUNSTVERMITTLUNG

MEERSCHMERZ - MOŻE WSPÓŁDZIELNE

 

Nur noch bis Samstag, 14. Januar 2017

Beata Rojek the Dolphin + the Gang of Dolphins: Wojtek Furmaniak, Patrycja Mastej, Iza Moczarna-Pasiek, Kamil Radek, ZoÅ›ka Reznik, Sonia Sobiech, Raúl Hott, Joulia Strauss, Lindsay Parkhowell, MaÂgorzata Goliszewska + Gäste

Der Begriff »Meerschmerz« bezeichnet das psychoemotionale Befinden einer Gruppe von Delfinen im Mittelmeer. Sie sind die Akteure in Beata Rojeks Projekt. Der »Meerschmerz« dieser hochintelligenten Wesen wurde durch verschiedene, vom Menschen gezogene Grenzen hervorgerufen, die tiefgreifende Folgen für das Ökosystem haben, in dem sie miteinander leben. Sprache und Kultur werden von den Delfinen als die Hauptursachen aller menschlichen Missverständnisse angesehen.

Die Multimediainstallation ist der Versuch, einen gleichberechtigten Polylog (»Dialog mit vielen«) ohne Worte zu schaffen in Form von Musikstücken, Gedichten, Zeichnungen und Animationen. Das Projekt geht vom utopischen Konzept einer Insel aus, einem neutralen Raum des kreativen Austauschs, der sich von Küste zu Küste bewegt und alle menschlichen Grenzen überbrückt: geographische, politische, sprachliche, kulturelle, religiöse und andere. Die Delfine stellen sich das als eine Holarchie vor, ein sich entwickelndes, selbstorganisierendes und offenes System im Gegensatz zu einer Hierarchie. Jedes Element ist gleichzeitig Teil und Ganzes, womit eine horizontale Kommunikation und die freie Bewegung der Formen möglich werden.

Unterstützt durch

VEREIN

UNSERE ODYSSEE 14

Präsentation des Zeichenzirkels

Eröffnung: Samstag, 14. Januar 2017, 14 Uhr

Dauer: 14. Januar bis 25. Februar 2017

 

 

Nina Behnisch, Johanna Eckhardt, Christa Freisted, Astrid Homuth, Henritte Kiep, Petra Möws, Sophie Nobis, Ines Ott, Aila (Assunta Mona) Pätzold, Jens Renboth, Eugen Richter, Simone Scharter, Anke Steiniger, Miriam Wiskemann, Zarah Lou Zimmer

Im Jahr 2016 wurde der wöchentliche Zeichenzirkel abwechselnd von verschiedenen Leipziger Künstlern wie Erik Gebbert, Mandy Kunze, Bastian Muhr, Claudia Rößger, Yvette Kießling oder Selma van Panhuis geleitet.

Die gemeinsam mit den Teilnehmern erarbeitete Präsentation zeigt eine Auswahl der besten künstlerischen Ergebnisse des Jahres 2016. Die Spannbreite reicht dabei von Zeichnungen über Malereien bis hin zu Objekten.

22. Leipziger Kinder- und Jugendkunstausstellung

Eröffnung: Samstag, 14. Januar 2017, 11 Uhr im Museum der Bildenden Künste

Dauer: 14. Januar bis 25. Februar 2017

Annemarie Bachmann, Lilian Bade, Nerges Bageri, Maram Bala, Clara Amelie Beckert, Mohamed Rayan Bettahar, Clara Böhm, Konstantin Dürmuth, Elisabeth Genest, Benjamin Gluth, Lisa Marie Häußler, Leo Herrschelmann, Almar Ibisch, Amelie Kaufmann, Jason Klein, Charlotte Köster, Felix Krumbein, Valerie Lesser, Lea Mahler, Malte Martens, Arved Schulze, Jasmin Stiller, Thadeus Tasler, Colin Teichmann, Annika Wohlfahrt

Die Leipziger Kinder- und Jugendkunstausstellung findet seit nun mehr als 20 Jahren statt und gibt den künstlerischen Ausdrucksformen Leipziger Kindern und Jugendlichen eine Plattform. In diesem Jahr waren die Wettbewerbsteilnehmer aufgerufen, ihre künstlerischen Auseinandersetzungen zum titelgebenden Ausschreibungsthema Drüber und drunter einzureichen.

Mit oben und unten kann man einen Ort oder einen Ge­gen­stand be­schrei­ben. Drü­ber und drun­ter aber lässt noch viel wei­ter schau­en: in ver­bor­ge­ne Win­kel und un­er­reich­ba­re Höhen. Manch­mal geht es im Leben drü­ber und drun­ter - ob in der Schu­le, auf dem Spiel­platz oder im Kin­der­zim­mer. Dann liegt das Un­ters­te zu oberst und das Obers­te zu un­terst. Men­schen - Dinge, alles ver­lässt sei­nen ge­wohn­ten Platz.

Die eingereichten Arbeiten werden an sechs verschiedenen Ausstellungsorten in Leipzig präsentiert.

Pädagogen sind herzlich eingeladen, am Fachtag zum Umgang mit der künstlerischen Praxis von Kindern und Jugendliche im Bezug auf die Kinder- und Jugendkunstausstellung am 25. Januar 2017, von 15 bis 18 Uhr im Museum der Bildenden Künste teilzunehmen.

Weitere Informationen auf der Webseite vom Haus Steinstraße.

OPEN AFTERNOON

Offenes Kunstervermittlungsangebot für Kinder und Jugendliche


Nächster Termin: Samstag, 28. Januar 2017, 14 bis 17 Uhr mit Sophia Kesting

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten: kunstvermittlungØhalle14.org

Das Projekt richtet sich gleichermaßen an Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrations- bzw. Fluchterfahrung, die in Leipzig wohnen, um gemeinsam verschiedene kreative Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen. Die Jugendlichen treten in einen schöpferisch-gestalterischen Prozess und bringen mit den Mitteln der Kunst ihre Geschichten zum Ausdruck. Während der Kurse können die Teilnehmenden unter anderem mit Malerei, Skulptur, Fotografie und Comics ihre gestalterischen Ausdrucksfähigkeiten entwickeln und ihre Selbstwirksamkeit stärken. Sie werden dabei immer von Leipziger Künstlern begleitet und unterstützt. Den kommenden Open Afternoon leitet die Künstlerin Sophia Kesting zum Thema Fotogramme. Fotogramme sind Vorläufer der Fotografie und bezeichnen die direkte Belichtung von Fotopapier im Kontaktverfahren ohne Kamera.

Weitere Informationen und Termine auf unserer Webseite unter Kunstvermittlung.